Archive for the ‘Alltag’ Category

Ein ganz normaler Regentag

Es gibt Tage, die purzeln so schnell von mag-ich zu un-mög-lich, dass man sich nach dem enthusiastischen Aufspringen um 5.20 Uhr schon beim Zähneputzen fragt, wieso es im Mund plötzlich so seltsam nach Rasierschaum schmeckt. Gestern war so ein Tag. Nach dem sommerlichen Wochenende blickte mich das Wetter sehr bedeckt an, so dass ich mit Shorts und Shirts kurz in’s Grübeln kam. Unsere sexistische Wetteranzeige wollte mich aber – wie fast immer – in Bikini und mit Wasserball losschicken, weil sie in den mächtigen Regenwolken Sonnenschein und Badespaß sah. Wenn draußen dann wirklich sommerliches Wetter ist, ist sie aber oft der Spielverderber, die dicke Wolken, Regenschirm und Cape prophezeit. Unsere sexistische Wetteranzeige schickt einen oft falsch. Daher entschloss ich mich, doch eine etwas andere Kleidung zu wählen, vergaß aber optimistisch den Regenschirm. Das rächte sich 330m vor dem Büro. So kurz vor dem Ziel erwischte mich ein gewaltiger Platzregen, der mich trotz eines veritablen Sprints (Lauf, Forest, lauf!) komplett durchnässte. Den ganzen Tag goss es dann mal mehr mal weniger grimmig, so dass ich auf dem Nachhauseweg schnell noch einen Satz neuer Regenschirme zugunsten einer trockenen Familie kaufte.

Read the rest of this entry »

Ärzte-Ping-Pong

Gestern war wieder so ein Tag. Ich war beim Arzt und hatte danach das dringende Bedürfnis, Ping-Pong zu spielen. Dabei ist der Arzt der kleine weiße Ball und man darf so lange drauf hauen, bis er lustig hüpft. Seit langem freue ich mich über jedes positive Erlebnis bei einem Arzt, weil diese so rar sind, und zähle die negativen schon lange nicht mehr. Dabei gibt es sie durchaus, die kompetenten und netten Ärzte – zwei davon wohnen in unserem Haus – nur begegne ich denen fast nie in einer Praxis oder einem Krankenhaus. Read the rest of this entry »

Die Bahn, mal wieder

Da wir kein Auto haben, fahren wir relativ viel Bahn. Dementsprechend viele Horror- und Pannengeschichten haben sich angesammelt. Ich will ja nicht angeben, aber mittlerweile könnte ich Bücher füllen über meine negativen Erlebnisse mit der Deutschen Bahn. Heute war wieder so ein Tag.

Mein absoluter Favorit war bisher ja immer die Bahnfahrt aus dem Erzgebirge zurück nach Köln, mitten im Winter. Kurz vor Zielbahnhof Nürnberg fiel dem Lokführer auf einmal ein, sein Zug sei irgendwie defekt oder wasauchimmer und setzte alle Leute mitten im Nirgendwo im Schnee aus. Meine Tochter war gerade mal 3 Monate alt und da standen wir dann bei Minus Fünf Grad (oder weniger! Drama!) auf dem Bahnsteig. Uns wurde nicht gesagt, ob und wann eine Bahn kommt, um uns aus der Schneekälte abzuholen. Und dann bekam das Baby natürlich auch noch Hunger…. Read the rest of this entry »

Kompetenzzentrum Köln

Kinder zu haben, bedeutet viel Freude. Und Freud und Leid liegen oft beieinander. Jetzt hab ich den Artikel mit zwei hohlen Phrasen begonnen, aber das trifft’s als Einleitung ziemlich gut. Eigentlich geht es nämlich um die Betreuungssituation für kleine Kinder, hier in Köln. Und die gleicht einem einzigen, großen Schildbürgerstreich. Read the rest of this entry »

Kinder machen anspruchslos

Ein kleines Kind macht anspruchslos. Als mich letztens eine Freundin kurz vor einem Besuch bei ihr “ohne Kind“ fragte, was wir Schönes machen wollten, antwortete ich spontan: Ausschlafen! Und durchschlafen! Soweit war es also schon gekommen. Man trifft sich mit Freunden über’s Wochenende um zu schlafen und nicht etwa, um etwas Schönes zu unternehmen, Musik zu hören oder gemeinsam zu kochen. Read the rest of this entry »