Archive for the ‘Kind&Kegel’ Category

Kompetenzzentrum Köln

Kinder zu haben, bedeutet viel Freude. Und Freud und Leid liegen oft beieinander. Jetzt hab ich den Artikel mit zwei hohlen Phrasen begonnen, aber das trifft’s als Einleitung ziemlich gut. Eigentlich geht es nämlich um die Betreuungssituation für kleine Kinder, hier in Köln. Und die gleicht einem einzigen, großen Schildbürgerstreich. Read the rest of this entry »

Kinder machen anspruchslos

Ein kleines Kind macht anspruchslos. Als mich letztens eine Freundin kurz vor einem Besuch bei ihr “ohne Kind“ fragte, was wir Schönes machen wollten, antwortete ich spontan: Ausschlafen! Und durchschlafen! Soweit war es also schon gekommen. Man trifft sich mit Freunden über’s Wochenende um zu schlafen und nicht etwa, um etwas Schönes zu unternehmen, Musik zu hören oder gemeinsam zu kochen. Read the rest of this entry »

Die Mühlen des Amtsschimmels

In Deutschland ein Kind zur Welt zu bringen, ist gar nicht so ohne. Man wird von allen Seiten unterstützt, dass man sich in der Schwangerschaft nicht überlastet und nach der Geburt möglichst lange (am besten für immer) Heim und Herd hütet, damit es dem Nachwuchs an nichts fehle. Dafür gibt es zeitweise Geld, ordentlich politische Propaganda und, für später dann, keine Betreuungsplätze.

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Ah, schaut mich an!

Ich bin zwar nicht der Mann, der alles kann – aber schwanger. Und das ist in einer Gesellschaft mit sinkenden Geburtenraten und Erstgebärenden ab 35 schon mal ein Grund zu starren. Seit sich meine Kugel abgezeichnet hat, wurde ich angestarrt. Meistens unverhohlen, vor allem im Schwimmbad. Am häufigsten sind immer die Typen geschockt, die ich gerade noch beim Schwimmen abgehägt hab. Das ist für viele Mäner jüngeren und mittleren Alters ein direkter Angriff auf den Stolz, vor allem wenn es von einer Frau kommt. Wenn es von einer hochschwangeren Frau kommt, ist das Ganze noch kritischer.

Ich empfinde das als durchaus unhöflich, wenn Leute, wie heute morgen, NUR auf meine Kugel starren, sekundenlang, minutenlang, nicht bemerkend, dass ich sie die ganze Zeit beobachte. Bis sich irgendwann unsere Blicke treffen: in ihrem steht eine Fassungslosigkeit, die sie so schnell nicht verbergen können (ich hab sie ja schon eine Weile im Blick gehabt) und in meinem steht Provokation. Ich hätte vieles für möglich gehalten. Aber nicht, dass man mit einer Schwangerschaft provozieren kann.

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