Kompetenzzentrum Köln III – Kein Kitaplatz, nirgends

Seit dem letzten Eintrag ist so viel Zeit vergangen, dass ich die Ereignisse wahrscheinlich gar nicht mehr in die richtige Reihenfolge bringen kann. Ich versuche trotzdem mal aufzuschreiben, was so passiert ist, was ich so  versucht habe. Was ich erreicht habe, lässt sich in einem Wort zusammenfassen: nichts.

Ich habe jede Woche bei Fröbel angerufen, seit dem 20. April, an dem wir den Brief erhielten. Ich weiß, dass wir auf der Warteliste stehen (da der Antrag per Post angeblich nicht ankam, habe ich per Email nochmal nachtragen lassen müssen). Irgendwann wurde eine Informationssperre verhägt, lustig, wie bei der Kripo. Seitdem lautete die stereotype Antwort am Telefon: Da kann ich Ihnen nicht helfen, da habe ich keine Information drüber. Irgendwann konnte ich aus der zustädigen Dame die Info herauskitzeln, dass die Vergabe der Fröbel-Plätze nach den Vorgaben der Stadt erfolgt. Und dass die Vergabe wahrscheinlich erst stattfindet, wenn die städtische Platzvergabe abgeschlossen ist. Seit Mitte April sagen sie mir jede Woche, dass die Entscheidung in 2-3 Wochen fällt. Im August soll die neue Kita vorraussichtlich eröffnen. Als ich heute meinte, das werde langsam knapp, war die Antwort (wie immer): „Wir sammeln noch Anmeldungen. Ein bisschen Zeit ist ja noch.“ Read the rest of this entry »

Kompetenzzentrum Köln II

Der Kitaplatz-Horror geht weiter. Freitagnachmittag kamen die Briefe, dass wir keinen Kitaplatz erhalten haben und uns an Fröbel wenden sollen. Dort war Freitagnachmittag natürlich keiner mehr erreichbar, der zustädig war. Montag früh schrieb ich dann vor Sonnenaufgang eine Email und rief um 8 Uhr direkt an. Die zustädige Sachbearbeiterin sei erst ab 11 Uhr im Haus und ansonsten wisse man über die neue Kita nicht viel. Read the rest of this entry »

Kompetenzzentrum Köln

Kinder zu haben, bedeutet viel Freude. Und Freud und Leid liegen oft beieinander. Jetzt hab ich den Artikel mit zwei hohlen Phrasen begonnen, aber das trifft’s als Einleitung ziemlich gut. Eigentlich geht es nämlich um die Betreuungssituation für kleine Kinder, hier in Köln. Und die gleicht einem einzigen, großen Schildbürgerstreich. Read the rest of this entry »

Kinder machen anspruchslos

Ein kleines Kind macht anspruchslos. Als mich letztens eine Freundin kurz vor einem Besuch bei ihr “ohne Kind“ fragte, was wir Schönes machen wollten, antwortete ich spontan: Ausschlafen! Und durchschlafen! Soweit war es also schon gekommen. Man trifft sich mit Freunden über’s Wochenende um zu schlafen und nicht etwa, um etwas Schönes zu unternehmen, Musik zu hören oder gemeinsam zu kochen. Read the rest of this entry »

Netter Brief für unseren Vermieter

ohne Kommentar, der folgt vielleicht irgendwann nochmal:

Sehr geehrter Herr Lüning,

nach unserem Telefonat vom 29.03.2009 möchten wir Sie noch einmal schriftlich darauf hinweisen, dass wir die nicht uns gehörenden Gegenstäde auf dem laut Mietvertrag uns zur Verfügung gestellten Dachboden nicht entsorgen werden. Der Speicher ist nicht abschließbar, so dass nicht nur wir, sondern jeder Mieter im Haus Zutritt zum Dachboden hat. Wir wissen daher nicht, welche eingelagerten Gegenstäde von anderen Mietern oder von ehemaligen Mietern sind. Außerdem wurde kein Ãœbergabeprotokoll beim Einzug angefertigt, so dass nicht nachweisbar ist, welche Gegenstäde von Vormietern zurückgelassen wurden. Die diesbezügliche Beweispflicht liegt beim Vermieter.

Gemäß Â§ 49 Abs. 4 der Bauordnung NRW muss jede Wohnung über einen Abstellraum verfügen, der mindestens 6 qm groß sein soll. Die Abstellflächen dürfen bei der Berechnung der Mietfläche nicht berücksichtigt werden. Offensichtlich soll der Dachboden der uns laut Gesetz zustehende Abstellraum sein. Falls aus Brandschutzgründen die Nutzung des Dachbodens als Abstellraum nicht zulässig ist, erwarten wir alternativ die alleinige Nutzung eines abschließbaren Kellerraumes.

Weiter weisen wir Sie darauf hin, dass wir mit einem weniger als 1 qm fassenden Raum im Keller nicht zufrieden sind. Gerne geben wir uns allerdings mit einem zwischen 4 und 6 qm fassenden Abstellraum zufrieden. Wenn Sie mit dem Umbau des abschließbaren Kellerraumes fertig sind und uns einen solchen zur Verfügung stellen können, geben Sie uns doch bitte Bescheid, so dass wir dann gerne die uns gehörenden Kartons vom Dachboden in den Keller räumen werden.

Wir begrüßen es sehr, dass Sie sich zum Thema Brandschutz Gedanken machen. Vielleicht können Ihnen in diesem Zuge folgende Hinweise behilflich sein: Es fehlen Feuerlöscher und Brandmelder im Treppenhaus und die Eingangstüren zu den Wohnungen haben keine Brandschutztüren. Welcher zweite Fluchtweg ist für die Dachgeschossbewohner vorgesehen? Da das Treppenhaus aus Holz ist, besteht erhöhte Brandgefahr. Eventuell haben Sie ja bei den anstehenden Umbauarbeiten die Möglichkeit, auch diese Punkte zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen,